Schön war’s mit euch!
26. Februar 2017
Wild Ones
5. März 2017

Unsere CityRunning West Guides in Tokyo

Ein sonniger Morgen und etwa 9 Grad Celsius erwarten uns am Start des Tokyo-Marathons.

Der Startschuss fällt und eine Masse von rund 33’000 Läufern setzt sich gleichzeitig in Bewegung, unter dem Startbogen hindurch.

Über uns fliegen und fallen noch viele weisse Papierschnipsel, die beim Startschuss von einer Kanone in die Luft geschleudert wurden. Es gibt kein Anrempeln, kein Gerangel, alle laufen friedlich dahin. Das ist schon fast unheimlich und es wird uns schon bald noch unheimlicher: An den Verpflegungsständen gibt es wahlweise ein feines isotonisches Getränk oder Wasser und als Essen erhalten wir alles angeboten von der Banane über Sport-Gel bis hin zur Tomate! Und wem dies alles nicht schmeckt, dem werden am Strassenrand viele Kuchen und andere Gebäcke von den Fans angeboten.

Es fällt uns sofort auf, dass niemand einfach etwas auf den Boden fallen lässt. Jeder wirft seine Becher, das leere Pack Sport-Gel oder die Bananenschale fein säuberlich in die bereitgestellten Kartonschachteln oder den Volontären, die am Wegesrand sind, ins Abfallsäckli. Wow! So etwas haben wir noch an keinem Marathon erlebt. Es wird auch nicht auf den Boden gespuckt!

Nach der Halbmarathon-Marke werden von immer mehr Zuschauern am Strassenrand Spraydosen mit kühlendem Elixier angeboten. Damit werden den Marathonis die Beine, Waden oder auch noch der Rücken mit Genuss eingesprayt – und auch wir möchten dieses Gaudi nicht verpassen. Mit vom Sprühnebel gekühlten Beinen endlich im Ziel angelangt, werden wir gefeiert wie Könige! Der Applaus und die vielen Glückwünsche sogar bei der Gepäckausgabe haben uns regelrecht eine Hühnerhaut versetzt.

Der Tokyo-Marathon war für uns ein emotionales, wunderbares und unvergessliches Erlebnis und es wird uns immer in Erinnerung bleiben.

Text und Fotos: Karin und Roland Flach, Anita Wissmann